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Medieninformation - Monatsvorschau Dezember 2025

In dieser Medieninformation finden Sie Ankündigungen der Hauptverhandlungstermine der Großen Strafkammern (alle Angaben sind ohne Gewähr!).


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Prozessvorschau Dezember 2025


1. Große Strafkammer

Az. 101 KLs 13/23

Seit 06.11.2025

Fortsetzung: 02.12., 16.12.2025 und 06.01.2026, jeweils um 09:30 Uhr

Tatzeit: April und Mai 2020, November 2021

Tatort: u.a. Kutenholz

Tatvorwurf: u.a. bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge

Vor der 1. Großen Strafkammer beginnt die Hauptverhandlung gegen drei Angeklagte im Alter von 29, 31 und 34 Jahren u.a. wegen des Vorwurfs des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die 31 und 34 Jahre alten Angeklagten sollen sich mit mindestens einer bisher nicht ermittelten Person zu einer Bande zusammengeschlossen haben, um über einen EnchroChatAccount in großem Stil Betäubungsmittel an Dritte zu verkaufen. Der 29 Jahre alte Angeklagte soll gemeinsam mit dem 31 Jahre alten Angeklagten Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge getrieben und in einem Fall dabei im Besitz eines Schlagstocks und einer Schreckschusspistole gewesen sein.

2.

Az.: 101 KLs 1/25

04.12., 11.12., 17.12.25 jeweils um 09:30 Uhr, 06.01.26 um 13:30 Uhr und 16.01.26 um 09:30 Uhr

Tatort: Geestland

Tatzeit: Juli 2023

Tatvorwurf: räuberische Erpressung

Vor der 1. Großen Strafkammer beginnt die Hauptverhandlung gegen einen 47 Jahre alten Angeklagten wegen des Vorwurfs der räuberischen Erpressung. Der Angeklagte soll am 23.07.23 gegen 4:00 Uhr während einer Fahrt mit dem Taxi den Taxifahrer aufgefordert haben anzuhalten. Nachdem das Taxi angehalten hat, soll der Angeklagte den Zündschlüssel abgezogen und ein Messer gezogen haben, um sich dadurch den Fahrtkosten zu entziehen. Anschließend soll es zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen dem Angeklagten und dem Taxifahrer gekommen sein, bevor es dem Angeklagten gelungen sein soll zu flüchten.

3.

Az.: 101 KLs 10/25

05.12., 12.12., 18.12.2025, um 09:30 Uhr, 07.01., 13.01. und 20.01.2026, um 09:30 Uhr

Tatort: Tostedt

Tatzeit: Dezember 2024 bis Januar 2025

Tatvorwurf: u.a. Hausfriedensbruch, Beleidigung, gefährliche Körperverletzung, schwerer Raub, Sachbeschädigung

Dem 43 Jahre alten Beschuldigten werden insgesamt 7 Straftaten, die er im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben soll, vorgeworfen. Am 28.12.24 soll er die Haustür seines Nachbarn beschädigt und einen Tag später dessen Mobiltelefon an sich genommen haben, um es zu behalten. An diesem Tag soll er außerdem eine andere Nachbarin beleidigt und bedroht haben. Im Januar 2025 soll er einer Frau auf dem Parkplatz eines Supermarktes das Handy entrissen haben und damit geflüchtet sein, wobei er ein Messer dabei gehabt haben soll. Außerdem soll er versucht haben einen Mann, der ihn auf der Flucht festhalten wollte, zu schlagen und zu treten. Zu einem späteren Zeitpunkt soll er einen Mitarbeiter einer Tankstelle beleidigt und bedroht haben. An diesem Tag soll er außerdem Kunden in einem Supermarkt beschimpft, sich der Aufforderung den Supermarkt zu verlassen widersetzt und weitere Personen beleidigt haben. Schließlich wird dem Beschuldigten vorgeworfen ohne Erlaubnis einen Sprengkörper in seiner Wohnung aufbewahrt zu haben.

Die Kammer wird im Rahmen der Hauptverhandlung auch prüfen, ob von dem Beschuldigten die Gefahr der Begehung weitere Straftaten ausgeht und er deshalb in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss.


2. Große Strafkammer

1.

Az. 201 KLs 6/25

Seit 06.08.

Fortsetzung: 01.12., 08.12., 16.12.25, 07.01., 09.01., 12.01., 19.01. und 26.01.25, jeweils um 09:15 Uhr.

Tatzeit: September 2024 - Februar 2025

Tatort: u.a. Buxtehude

Tatvorwurf: u.a. bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge

Die 2. Große Strafkammer setzt die Hauptverhandlung gegen vier Angeklagte im Alter von 47, 48, 52 und 58 Jahren fort. Die Angeklagten sollen sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam Betäubungsmittel zu erwerben und gewinnbringend weiterzuverkaufen. Der 47-jährige Angeklagte soll dabei für den Einkauf, das Portionieren und Verpacken der Betäubungsmittel verantwortlich gewesen sein. Der Weiterverkauf soll durch alles Angeklagten erfolgt sein, wobei der 47-Jährige teilweise ein Messer bei sich getragen haben soll. Zudem wird dem 58-jährigen Angeklagten vorgeworfen, einen Teil der Betäubungsmittel in seinem Keller gelagert und Munition in seinem Schlafzimmer aufbewahrt zu haben. Der 52-jährige Angeklagte soll in seiner Wohnung eine Schusswaffe sowie ein Butterflymesser verwahrt haben.

Die Angeklagten sollen durch diese Aktivitäten einen Gesamtgewinn von rund 344.000 Euro erzielt haben.

2.

Az. 205 KLs 3/23

seit: 08.03.24

Fortsetzung: 02.12., 05.12., 09.12., 12.12.25 jeweils um 09:15 Uhr, 18.12.25, 08.01.2026, 13:30 Uhr, 28.01., 17.02.2026, 10:15 Uhr, 23.02.26, 13:30 Uhr und 17.03.2026, 09:15 Uhr

Tatort: Buxtehude

Tatzeit: 2002

Tatvorwurf: Mord

Die vier angeklagten Männer (41, 43 und 46 Jahre alt) sollen im August 2002 einen alkoholisierten Mann in die Nähe eines Baggersees in Buxtehude gelockt haben. Dort soll einer der Angeklagten (heute 43 alt) -wie zuvor von allen gemeinsam geplant- dreimal mit einer Waffe in Kopf und Oberkörper des Opfers geschossen und dadurch getötet haben. Das Verfahren wurde zwischenzeitlich gegen den Angeklagten, der das Opfer erschossen haben soll, abgetrennt und gesondert verhandelt (AZ. 201 Kls 3/25). Die Kammer hat diesen Angeklagten wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Angeklagte hat gegen das Urteil Revision eingelegt.

Es handelt sich um einen sogenannten Cold- Case Fall, in dem im Oktober 2023 Anklage erhoben worden ist. Einer der Angeklagten war zu diesem Zeitpunkt noch Heranwachsender.

3.

Az. 201 KLs 10/25

Seit 27.11.25

Fortsetzung: 04.12., 11.12., 19.12.25 und 05.01.2026, jeweils um 09:15 Uhr

Tatzeit: April bis Mai 2025

Tatort: Stade

Tatvorwurf: u.a. gefährliche Körperverletzung und Bedrohung

Dem 29 Jahre alten Beschuldigten werden insgesamt 12 Straftaten, insoweit u.a. gefährliche Körperverletzung und Bedrohung, vorgeworfen. Der Beschuldigte, der zur Tatzeit nicht schuldfähig gewesen sein soll, soll an mehreren Tagen Personen geschlagen und u.a. mit einem Messer bedroht haben.

Die Kammer wird im Rahmen der Hauptverhandlung auch prüfen, ob von dem Beschuldigten weitere erhebliche Straftaten zu erwarten sind und er deswegen in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen ist.

4.

Az.: 201 KLs 24/22

18.12.25, 06.01., 16.01., 23.01., 30.01., 06.02., 13.02., 20.02. und 27.02.2026, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: Buchholz

Tatzeit: Februar bis März 2022

Tatvorwurf: u.a. Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

Die 2. Große Strafkammer verhandelt eine Anklage gegen zwei Angeklagte im Alter von 27 und 28 Jahren. Der 28 Jahre alte Angeklagte soll im Februar 2022 Kokain und drei Impfpässe, die einen Nachweis für eine tatsächlich nicht erfolgte Corona- Schutzimpfung enthalten haben sollen, an einen gesondert verfolgten Mann veräußert haben. Dabei soll der Angeklagte beabsichtigt haben sich durch den Verkauf von Betäubungsmitteln und gefälschten Impfausweisen eine dauerhafte Einnahmequelle zu sichern.

Am 24. März 2022 sollen in der gemeinsamen Wohnung der Angeklagten Betäubungsmittel und ein Schlagring sowie rund 114.000 € Bargeld, das aus dem Drogenhandel der Angeklagten stammen soll, aufbewahrt haben.


3. Große Strafkammer

1.

Az. 300 Ks 2/25

seit 15.08.

Fortsetzung: 01.12. und 17.12.2025, jeweils um 09:15 Uhr.

Tatzeit: Januar 2024

Tatort: Stade

Tatvorwurf: gemeinschaftliche Körperverletzung mit Todesfolge, gefährliche Körperverletzung, versuchter Todschlag durch Unterlassen, Aussetzung, unerlaubter Waffenbesitz, unerlaubte Lagerung von Waffen, Besitz von Dopingmitteln

Vor der der 3. Großen Strafkammer beginnt die Hauptverhandlung gegen 5 Angeklagten (25, 27,27,36 und 36 Jahre alt) wegen des Vorwurfs der gemeinschaftlichen Körperverletzung mit Todesfolge, gefährlicher Körperverletzung, versuchten Totschlags durch Unterlassen, Aussetzung, unerlaubter Waffenbesitz, unerlaubte Lagerung von Waffen, Besitz von Dopingmitteln.

Drei der Angeklagten sollen am 21.01.2025 im Bereich des Parkhauses am Stader Bahnhof einen Mann angegriffen, geschlagen und mit Füßen getreten haben. Im Anschluss daran soll der 25 Jahre alte Angeklagte den schwer verletzten Geschädigten in einen Grünstreifen gelegt haben. Zwei der Angeklagten sollen dann dazugekommen sein. Gemeinsam sollen die Angeklagten beschlossen haben, den infolge der Verletzungen bewegungslosen Geschädigten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zurückzulassen. Der Geschädigte soll zufällig von einem Passanten im Grünstreifen entdeckt worden sein und an den schweren Verletzungen am 22.01.2025 verstorben sein. Hintergrund der Tat soll eine im November zwischen dem Geschädigten und einem der zwei 27 alten Angeklagten erfolgte Auseinandersetzung, in deren Verlauf der hier Geschädigte auf diesen Angeklagten mit einem Messer eingestochen und dabei verletzt haben soll, gewesen sein. Die Angeklagten sollen beschlossen haben, den hier Geschädigten zur Rede zu stellen, wobei allen bewusst gewesen sein soll, dass es zu einem körperlichen Übergriff kommen könnte.

Einem der 36 Jahre alten Angeklagten wird außerdem vorgeworfen in seiner Wohnung u.a. eine Schreckschusswaffe, Munition, Schlagringe und Butterflymesser aufbewahrt zu haben und im Besitz eines Dopingmittels gewesen sein.

3.

AZ: 301 KLs 4/25

Seit 10.11.25

Fortsetzung: 03.12.25 um 09:15 Uhr, 18.12.25 um 08:25 Uhr und 08.01.2025 um 09:15 Uhr

Tatzeit: Juli 2023 - März 2025

Tatort: u.a. Kutenholz

Tatvorwurf: verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge, vorsätzliche Straßenverkehrsgefährdung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, tätlicher Angriff auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Trunkenheit im Verkehr, fahrlässiges Fahren ohne Haftpflichtversicherungsvertrag, Urkundefälschung und unbefugter Gebrauch eines Fahrzeugs, Diebstahl und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort.

Vor der 3. Großen Strafkammer beginnt die Hauptverhandlung gegen einen 30 Jahre alten Angeklagten. Dem Angeklagten werden insgesamt 9 Straftaten vorgeworfen.

Im Juli 2023 soll der Angeklagte sich geweigert haben eine private Feier, zu der nicht eingeladen gewesen sein soll, zu verlassen. Gegen hinzugezogene Polizeibeamte soll er sich widersetzt und um sich geschlagen haben.

Außerdem soll er, ohne im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis zu sein, mehrfach mit einem Fahrzeug öffentliche Straßen befahren haben. So soll er im September 2023 mit einem PKW innerorts mit mehr als 180 km/h gefahren, dabei die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, eine Verkehrsinsel überfahren und in ein Gasthaus in Mulsum gefahren sein. Durch den Unfall soll sein Beifahrer tödlich verletzt worden sein.

Einige Tage später soll der Angeklagte mit einem anderen Fahrzeug innerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit rund 100 km/h gefahren sein. Im August 2024 soll er ein Fahrzeug, das zum Verkauf bei einem Autohändler gestanden haben soll, an sich genommen haben und damit gefahren sein. Zwei Tage später soll er mit einem anderen Fahrzeug erneut öffentliche Straßen befahren haben, das Fahrzeug betankt und die Tankstelle, ohne zu bezahlen verlassen haben.

Im November 2024 soll der Angeklagte in alkoholisiertem Zustand mit einem E Scooter gegen eine Mauer gefahren sein. Im Dezember 2024 soll er das Fahrzeug seiner Mutter, das zum Verkauf bei einem Autohändler gestanden haben soll, in seinen Besitz genommen und damit in alkoholisiertem Zustand gegen einen Baum gefahren sein. Im März 2025 soll er in den Besitz eines weiteren Fahrzeugs gelangt, mit diesem gegen ein geparktes Fahrzeug gefahren und anschließend geflüchtet sein.

5.

Az. 301 KLs 15/25

Seit: 09.10.

Fortsetzung: 06.11., 13.11., 27.11. und 04.12.2025, jeweils um 09:15 Uhr

Tatzeit: März 2023

Tatort: Stade

Tatvorwurf: gemeinschaftlicher schwerer Raub, gefährliche Körperverletzung und gemeinschaftliche Freiheitsberaubung

Die 3. Große Strafkammer setzt die Hauptverhandlung gegen zwei Angeklagte im Alter von 27 und 30 Jahren wegen des Vorwurfs des gemeinschaftlichen schweren Raubes, der gefährlichen Körperverletzung und der gemeinschaftlichen Freiheitsberaubung, fort. Sie sollen sich im März 2023 gemeinsam mit einem weiteren Mann zu einem Mehrfamilienhaus in Stade begeben haben. Einer der drei Männer soll dann an einer Haustür geklingelt und sich als Paketbote ausgegeben haben. Als der Wohnungsinhaber die Tür geöffnet haben soll, sollen sie ihn– wie zuvor geplant- in die Wohnung gedrängt, auf ihn eingeschlagen und zur Herausgabe von Geld aufgefordert haben. Unter dem Einsatz von Gewalt soll der Wohnungsinhaber seinen Tresor geöffnet und die Angeklagten sowie der gesondert verfolgte weitere Täter daraus u.a. Wertsachen und Bargeld entnommen haben. Danach sollen sie den Wohnungsinhaber gefesselt und unter Mitnahme der Beute die Wohnung verlassen haben.

6.

Az. 305 KLs 2/25

08.12., 09.12., 15.12.25, 05.01., 12.01. und 19.01.2026, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: Hechthausen

Tatzeit: Mai 2025

Tatvorwurf: u.a. gemeinschaftlich schwerer Raub, gefährliche Körperverletzung, Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge

Vor der 3. Großen Strafkammer beginnt die Hauptverhandlung gegen 6 Männer im Alter zwischen 20 bis 30 Jahren.

Fünf der Angeklagten wird unter anderem gemeinschaftlicher versuchter schwerer Raub, gefährliche Körperverletzung, schwerer Raub sowie Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge unter Beisichführen von gefährlichen Gegenständen in Tatmehrheit mit Nötigung in Tateinheit mit Bedrohung mit einem Verbrechen, dem weiteren Angeklagten wird Beihilfe zum Raub sowie zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen.

Nach der Anklage sollen die fünf Hauptangeklagten im Mai 2025 geplant haben, sich unter Vorhalten von Waffen Geld und Wertsachen zu verschaffen. Sie sollen in den späten Abendstunden an einem Reihenhaus geklingelt haben. Als der Bewohner öffnete, sollen sie ihm Reizgas ins Gesicht gesprüht, eine Waffe vorgehalten, ihn geschlagen und gefesselt haben. Einer der Angeklagten soll den Hausbewohner zudem gewürgt haben. Trotz Nachfrage nach Geld sollen die Angeklagten keine Beute erlangt haben. Zwei der Angeklagten sollen zudem auf den Bewohner eingetreten haben, wodurch dieser unter anderem Verletzungen im Kopfbereich erlitten haben soll.

Im Anschluss sollen die Angeklagten zu einem weiteren Reihenhaus gegangen sein. Dort sollen zwei von ihnen geklingelt und den Bewohner nach dem Öffnen der Tür ins Gesicht geschlagen haben. Währenddessen sollen die übrigen Angeklagten die Terrassentür eingeschlagen und von dort in das Haus gelangt sein. Im Haus sollen die Angeklagten dem Hausbewohner eine Schusswaffe an den Kopf gehalten, ihn zu Boden gedrückt und dadurch im Gesicht verletzt haben. Zudem sollen sie den Hausbewohner nach Geld gefragt haben und dessen Geldbörse mit 400,- € Bargeld, einer Bankkarte nebst PIN sowie Betäubungsmittel an sich genommen haben, um diese zu behalten bzw. zu veräußern. Anschließend sollen die Angeklagten geflüchtet sein.

Dem sechsten Angeklagten wird vorgeworfen, einem der übrigen Angeklagten zuvor den Hinweis gegeben zu haben, dass bei dem Bewohner des zweiten Hauses erhebliche Mengen Betäubungsmittel zu erlangen seien. Für diesen Hinweis sollte er einen Anteil an der erwarteten Beute erhalten.

7.

Az. 300 KLs 1/25

Seit 20.11.

Fortsetzung: 02.12., 11.12. und 18.12.2025, jeweils um 09:15 Uhr.

Tatzeit: Dezember 2021

Tatort: Buxtehude

Tatvorwurf: besonders schwerer Raub und gefährliche Körperverletzung

Vor der 3. Großen Strafkammer beginnt die Hauptverhandlung gegen zwei Angeklagte im Alter von 39 und 43 Jahren. Sie sollen im Dezember 2021 in Buxtehude gemeinsam mit zwei weiteren, noch nicht ermittelten Tätern einen Mann auf dem Gelände einer Tankstelle angegriffen, u.a. mit einem Baseballschläger auf ihn eingeschlagen und dessen Rucksack, in dem sich ein Handy und Bargeld befunden haben soll, entrissen und damit geflüchtet sein.

8.

AZ. 300 Ks 5/25

Seit: 26.09.25

Fortsetzung: 02.12.25, 14:00 Uhr Voraussichtlich wird ein Urteil verkündet werden.

Tatort: Otterndorf

Tatzeit: Oktober 2022

Tatvorwurf: Mord und Raub mit Todesfolge

Die 3. Große Strafkammer setzt die Hauptverhandlung gegen einen 62 Jahre alten Angeklagten wegen des Vorwurfs des Mordes und des Raubes mit Todesfolge fort. Der Angeklagte soll im Oktober 2022 in Otterndorf eine Frau in deren Wohnhaus getötet haben. Anschließend soll er- wie von ihm geplant- unter anderem Goldbarren, Münzen Bargeld und Schmuck der Getöteten an sich genommen haben, um diese zu behalten bzw. gewinnbringend zu veräußern.


4. Große Strafkammer

1.

Az. 401 KLs 6/25

Seit 10.11.25, 09:30 Uhr

Fortsetzung: 01.12., 03.12., 08.12., 10.12., 15.12. und 17.12., jeweils um 09:30 Uhr

Tatzeit: Januar bis April 2025

Tatort: Stade

Tatvorwurf: tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Bedrohung, versuchte Erpressung

Dem 25 Jahre alten Beschuldigten wird vorgeworfen mehrere Personen beleidigt und bedroht zu haben. Außerdem soll er versucht haben Personen durch Androhung von Gewalt dazu zu veranlassen ihm Geld zu geben und sich Polizeibeamten widersetzt, sie beleidigt, bespuckt und nach ihnen getreten haben. Angeklagt sind insgesamt 18 Straftaten.

Der Beschuldigte soll die Taten im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben.

Die Kammer wird im Rahmen der Hauptverhandlung auch prüfen, ob von dem Beschuldigten weitere erhebliche Straftaten zu erwarten sind und er deswegen in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen ist.

2.

Az. 401 KLs 8/25

Tatort: Stade

Tatzeit: Januar 2025

Tatvorwurf: bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Handeltreiben mit Cannabis und Handeltreiben mit neun psychoaktiven Stoffen

Dem 32 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen teilweise in seiner, teilweise in einer anderen Wohnung erhebliche Mengen Betäubungsmittel, Cannabis, psychoaktive Stoffe, ein Butterflymesser, einen Schlagstock und eine Waffe nebst Munition aufbewahrt zu haben, um diese an Dritte weiterverkaufen zu können.


5. Große Strafkammer

Az. 500 KLs 6/24

Seit: 07.10.25

Fortsetzung: 12.12.,2025, 05.01., 07.01., 22.01., 27.01., 30.01., 05.02., 06.02., 10.02., 11.02., 16.02., 18.02., 24.02. und 26.02.2026, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: u.a. Himmelpforten

Tatzeit: Juli 2016 bis August 2018

Tatvorwurf: gemeinschaftlicher besonders schwerer Betrug

Die 5. Große Strafkammer- als Wirtschaftsstrafkammer setzt die Hauptverhandlung gegen 2 Angeklagte wegen des Vorwurfs des gemeinschaftlich begangenen besonders schweren Betruges fort.



Wichtige Hinweise

Unschuldsvermutung

Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für alle Angeklagten die Unschuldsvermutung.

Hauptverhandlung und Öffentlichkeit

Die jeweilige Hauptverhandlung dient der Klärung, ob die mit einer Anklageschrift erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht.

Die angegebenen Verhandlungstermine sind grundsätzlich öffentlich, es sei denn, das Gericht trifft zum Schutz der Privatsphäre der Beteiligten oder im Interesse jugendlicher bzw. heranwachsender Angeklagter eine andere Anordnung.

Auskünfte zu einzelnen Verfahren

Auskünfte zu einzelnen Verfahren dürfen von der Pressestelle nur gegenüber Medienvertreterinnen und Medienvertretern erteilt werden.

Berichterstattung und Teilnahme von Medien

Vor Verlesung der Anklage dürfen keine Details aus der Anklageschrift veröffentlicht werden. Es wird daher gebeten, von diesbezüglichen Anfragen abzusehen.

Aus organisatorischen und rechtlichen Gründen, insbesondere des Gleichbehandlungsgebotes, kann die Pressestelle keine inhaltliche Berichterstattung zu den Terminen bereitstellen. Medienvertreterinnen und Medienvertreter werden daher gebeten, selbst an den für sie relevanten Verhandlungen teilzunehmen. Informationen aus nichtöffentlichen Verhandlungen beschränken sich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes auf den Verfahrensstand und das Ergebnis.

Änderungen und Gewähr

Alle Terminangaben erfolgen ohne Gewähr, Änderungen, Absagen oder Verlegungen sowie die Anordnung zusätzlicher Termine sind möglich.

Foto- und Filmaufnahmen

In den Räumen des Landgerichts gilt ein grundsätzliches Foto- und Filmverbot.



Kontakt:

Richterin am Landgericht
Petra Linzer
E-Mail: lgstd-pressestelle@justiz.niedersachsen.de
Telefonnummer: 04141 107 271


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