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Medieninformation - Monatsvorschau April 2026

In dieser Medieninformation finden Sie Ankündigungen der Hauptverhandlungstermine der Großen Strafkammern (alle Angaben sind ohne Gewähr!).


Die Prozessvorschau kann auch als PDF-Dokument heruntergeladen werden:

Prozessvorschau April 2026


1. Große Strafkammer

AZ. 101 KLs 13/25

Seit 03.02.26

Fortsetzung: 10.04., 15.04.2026, 28.04.2026, jeweils um 09:30 Uhr

Tatort: u.a. Rosengarten

Tatzeit: November 2022 bis März 2025

Tatvorwurf: u.a. Urkundenfälschung, Anstiftung zur Brandstiftung, Geldwäsche

Die 1. Große Strafkammer setzt die Hauptverhandlung gegen eine 62-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 33 und 26 Jahren fort.

Dem 33-jährigen Angeklagten werden insgesamt 358 Straftaten, dem 26-jährigen Angeklagten 49 Straftaten und der 62-jährigen Angeklagten 168 Straftaten zur Last gelegt.

Dem 33-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, seit Juli 2022 in 356 Fällen über verschiedene Internetseiten gefälschte öffentliche Urkunden und Bescheinigungen zum Verkauf angeboten und gegen Entgelt hergestellt zu haben. Hierfür soll er sich unter anderem spezielles Papier sowie Stempel beschafft haben. Gegenstand der Fälschungen sollen unter anderem Führungszeugnisse, Teilnahmebescheinigungen an Schulungen sowie Urkunden über die Verleihung von Ehrendoktortiteln gewesen sein. Zudem soll er behördliche Schreiben gefälscht und verwendet haben.

Darüber hinaus wird ihm vorgeworfen, eine Polizeibeamtin bedroht und beleidigt zu haben. Nachdem ihm und weiteren Personen wegen der Vorlage gefälschter Zeugnisse die Teilnahme an einer Prüfung zur Teilnahme an Feuerwehreinsätzen versagt worden sein soll, soll er eine bislang unbekannte Person gegen Zahlung eines geringen Geldbetrages dazu veranlasst haben, den Pkw desjenigen in Brand zu setzen, der die Teilnahme verweigert hatte. Das Fahrzeug soll hierbei vollständig ausgebrannt sein.

Dem 26-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, ab November 2022 insgesamt 45 Zahlungen, die der 33- Jährige für die von ihm begangenen Straftaten erhalten haben soll, zu verschleiern. Insoweit soll er vor allem Zahlungen, die der 33-jährige Angeklagte über ein PayPal-Konto erhalten und an ihn weitergeleitet haben soll, u.a. durch Abbuchungen und Abhebungen weiterverschleiert zu haben. In drei Fällen soll er Gelder des 33- jährigen auf sein Konto bei einer Sparkasse weitergeleitet haben. Anschließend soll er die Beträge abgehoben und entweder an die Mitangeklagten weitergegeben oder für sich behalten haben. Auf diese Weise soll die – ihm bekannte – Herkunft der Gelder aus Straftaten verschleiert worden sein. Zudem soll er für eigene Zwecke unter anderem ein gefälschtes Abiturzeugnis sowie eine gefälschte Urkunde über die Verleihung eines Ehrendoktortitels bestellt haben. Ferner soll er in seiner Wohnung eine Elektroimpulswaffe aufbewahrt haben.

Der 62-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, in 168 Fällen Gelder aus den Taten entgegengenommen zu haben. Sie soll diese in bar oder per Überweisung erhalten und teilweise an den 33-jährigen Angeklagten weitergeleitet oder Rechnungen für ihn beglichen haben. Dabei soll ihr bewusst gewesen sein, dass die Gelder aus Straftaten stammten. Als Gegenleistung soll sie Geschenke erhalten haben.


2. Große Strafkammer

1.

AZ. 201 KLs 13/25

26.03., 09.04., 10.04., 13.04., 27.04. und 29.04.2026, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: Stade

Tatzeit: März 2023

Tatvorwurf: schwerer Raub, gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung, gemeinschaftliche Freiheitsberaubung

Vor der 2. Großen Strafkammer beginnt die Hauptverhandlung gegen einen 30-jährigen Angeklagten. Ihm werden schwerer Raub, gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung sowie gemeinschaftliche Freiheitsberaubung zur Last gelegt.

Der Angeklagte soll im März 2023 gemeinsam mit zwei weiteren Männern zur Mittagszeit an der Wohnungstür eines Mehrfamilienhauses in Stade geklingelt und sich gegenüber dem Bewohner als Postbote ausgegeben haben. Nachdem der Bewohner die Tür geöffnet haben soll, sollen die drei Männer gewaltsam in die Wohnung eingedrungen sein.

Dort sollen sie auf den Bewohner eingeschlagen und ihn zur Herausgabe von Geld aufgefordert haben. In der Folge soll der Geschädigte seinen Tresor geöffnet und der Angeklagte sowie die zwei anderen Männer sollen daraus Schmuck und hochwertige Uhren an sich genommen haben. Darüber hinaus sollen sie dem Opfer eine Armbanduhr vom Handgelenk abgenommen sowie Bargeld und Bankkarten aus dessen Geldbörse entnommen haben.

Im Anschluss sollen die Täter den Bewohner im Badezimmer gefesselt zurückgelassen und die Wohnung mit den erbeuteten Wertgegenständen verlassen haben. Der Geschädigte soll infolge der Gewalteinwirkung unter anderem schmerzhafte Prellungen sowie ein Bauchtrauma erlitten haben.

2.

AZ. 201 KLs 16/25

24.04., 13.05.2026, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: Bad Bederkesa

Tatzeit: Dezember 2024

Tatvorwurf: u.a. unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln und Cannabis in nicht geringer Menge

Dem 35 Jahre alten Angeklagte wird vorgeworfen in seiner Wohnung größere Mengen Betäubungsmittel, insoweit auch Marihuana und Kokain zum Weiterverkauf aufbewahrt zu haben.

3.

AZ. 201 KLs 24/22

Seit: 09.01.25

Fortsetzung: 15.04.26, 13:00 Uhr, 07.05.26, 09:15 Uhr, 29.05.26, 13:30 Uhr

Tatort: Buchholz

Tatzeit: Februar bis März 2022

Tatvorwurf: u.a. Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

Angeklagt sind drei Angeklagte im Alter zwischen 27- 30 Jahren. Der 28 Jahre alte Angeklagte soll im Februar 2022 Kokain und drei Impfpässe, die einen Nachweis für eine tatsächlich nicht erfolgte Corona- Schutzimpfung enthalten haben sollen, an einen gesondert verfolgten Mann veräußert haben. Dabei soll der Angeklagte die Impfnachweise zuvor selbst angebracht und beabsichtigt haben sich durch den Verkauf von Betäubungsmitteln und gefälschten Impfausweisen eine dauerhafte Einnahmequelle zu sichern.

Am 24. März 2022 sollen in der gemeinsamen Wohnung der 27 und 28 Jahre alten Angeklagten Betäubungsmittel und ein Schlagring sowie rund 114.000 € Bargeld, das aus dem Drogenhandel der Angeklagten stammen soll, aufbewahrt haben. An diesem Tag soll in der Wohnung des 30- jährigen Angeklagten Marihuana, das zum Weiterverkauf bestimmt gewesen sein soll, gefunden worden sein.


3. Große Strafkammer

1.

AZ.: 300 Ks 12/25

Seit 17.03.

Fortsetzung: 01.04., 08.04., 22.04., 30.04., 20.05.26, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: Gyhum

Tatzeit: September 2025

Tatvorwurf: versuchte Vergewaltigung, Mord, Brandstiftung

Dem 34 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen im September 2025 versucht zu haben seine Lebensgefährtin zu vergewaltigen. Kurze Zeit später soll er seine Lebensgefährtin mehrfach auf den Kopf geschlagen, sie gewürgt, mit einem Messer auf sie eingestochen und dadurch getötet zu haben. Anschließend soll er Stroh in einer Scheune angezündet und dadurch einen Sachschaden in Höhe von ungefähr 149.000, - € verursacht haben.

2.

AZ. 300 Ks 8/25

Seit 13.01.26

Fortsetzung: 16.04.2026, 09:15 Uhr

Tatort: Agathenburg

Tatzeit: Dezember 2024

Tatvorwurf: versuchtes Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion

Der 40 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen aus Verärgerung über eine zuvor erhaltene Kündigung das Ventil einer in einem Fahrzeug ihrer Arbeitsgeberin befindlichen Gasflasche aufgedreht zu haben, damit Gas ausströmen und es zur Explosion kommen würde, wenn Personen in dem Fahrzeug rauchen würden. Eine Explosion soll verhindert worden sein, weil einem Mitarbeiter Gasgeruch aufgefallen sein soll.

3.

AZ. 305 KLs 6/24

Seit 10.02.26

Fortsetzung: 07.04.2026, 11:00 Uhr

Tatort: Haßloch

Tatzeit: März 2024

Tatvorwurf: Vergewaltigung

Dem 21 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen eine Bekannte in deren Wohnung in Haßloch vergewaltigt zu haben.

HINWEIS: ES MUSS MIT DEM AUSSCHLUSS DER ÖFFENTLICHKEIT GERECHNET WERDEN.

4.

AZ. 300 Ks 10/25

Seit 24.02.

Fortsetzung: 10.04.2026, 23.04., 24.04.2026, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: Cuxhaven

Tatzeit: September 2025

Tatvorwurf: versuchte Anstiftung zum Mord

Die 3. Große Strafkammer setzt die Hauptverhandlung gegen einen 46 Jahre alten Mann wegen des Vorwurfs der versuchten Anstiftung zum Mord fort. Er soll versucht haben seinen 17 Jahre alten Sohn dazu zu veranlassen seine 19 Jahre alte Schwester zu töten. Dies vor dem Hintergrund, dass der Angeklagte mit dem Lebenswandel seiner Tochter nicht einverstanden gewesen sein soll.


4. Große Strafkammer

AZ. 401/405 KLs 14/25

09.04., 14.04., 16.04., 21.04., 23.04., 28.04. und 05.05.2026, jeweils um 09:30 Uhr

Tatort: u.a. Buchholz i.d.N.

Tatzeit: Juni und August 2025

Tatvorwurf: u.a. Exhibitionistische Handlungen, sexuelle Beleidigung, Beleidigung

Vor der 4. Großen Strafkammer beginnt die Hauptverhandlung in einem Sicherungsverfahren gegen einen 24 Jahre alten Mann. Dem Beschuldigten wird unter anderem vorgeworfen mehrfach sein Geschlechtsteil öffentlich anderen Personen gezeigt und daran manipuliert zu haben. Außerdem soll er mehrfach Frauen in sexuell motivierter Art ohne deren Einverständnis berührt und eine der Frauen zudem beleidigt haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte zur Tatzeit schuldunfähig war. Die Kammer wird daher u.a. prüfen, ob von dem Beschuldigten eine Gefahr der Begehung weiterer erheblicher Straftaten ausgeht und er deswegen in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen ist.

HINWEIS: ES MUSS MIT DEM AUSSCHLUSS DER ÖFFENTLICHKEIT GERECHNET WERDEN.


5. Große Strafkammer

1.

AZ. 500 KLs 10/24

Seit 11.02.

Fortsetzung: 08.04., 15.04.2026, jeweils um ß9:15 Uhr

Tatort: Buchholz

Tatzeit: Mai 2014 bis Dezember 2018

Tatvorwurf: Steuerhinterziehung

Dem 62 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen seine Steuererklärungen, insoweit u.a. Gewerbesteuererklärungen und Umsatzsteuererklärungen innerhalb des vorgeschriebenen Zeitraums nicht eingereicht und dadurch die entsprechenden Steuern verkürzt zu haben. Hierdurch soll er 333.600, - € erlangt haben.

2.

AZ. 500 KLs 5/24

09.04., 22.04.26, jeweils um 09:15 Uhr, 12.05., 19.05.2026, jeweils um 13:00 Uhr

Tatort: u.a. Winsen (Luhe)

Tatzeit: Mai 2016- Juli 2021

Tatvorwurf: Steuerhinterziehung

Vor der 5. Großen Strafkammer- Wirtschaftsstrafkammer- beginnt die Hauptverhandlung gegen einen 55 Jahre alten Mann wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung in 17 Fällen, davon einem besonders schweren und vier versuchten Fällen.

3.

AZ. 500 Ks 1/25

Seit 02.03.26

Fortsetzung: 10.04., 14.04., 16.04., 21.04., 23.04., 28.04., 29.04., 12.05., 19.05.26, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: u.a. Bad Bodenteich

Tatzeit: Mai 2020 – Juli 2022

Tatvorwurf: Subventionsbetrug

Die 5. Große Strafkammer setzt die Hauptverhandlung gegen einen 46 Jahre alten Mann und dessen 76 Jahre alte Mutter wegen des Vorwurfs des Subventionsbetruges bzw. Beihilfe dazu, fort. Der 46 Jahre alte Angeklagte soll als Geschäftsführer einer Firma durch wahrheitswidrige Angaben eine Corona- Soforthilfe in Höhe von 200.000 € erlangt haben. Außerdem soll er ein Corona- Testzentrum betrieben und gemeinsam mit einem weiteren, gesondert verfolgten Mann, mittels eines Datenerfassungsprogramms Personen, die tatsächlich nicht mittels kostenfreier Bürgertests getestet worden waren, erfasst und diese gegenüber der kassenärztlichen Vereinigung abgerechnet haben. Hierdurch soll er insgesamt über 17.000, -€ erlangt haben.

Nachdem der zuständige Landkreis Uelzen die Beauftragung der vom Angeklagten geführten Firma zum Betrieb eines Testzentrums widerrufen hatte, soll die mitangeklagte Mutter des Angeklagten einige Tage später die Wiedereröffnung veranlasst haben. Tatsächlich soll das Testzentrum aber weiterhin von ihrem Sohn, dem 46 Jahre alten Angeklagten, betrieben worden sein, wobei dieser, erneut nicht durchgeführte Tests abgerechnet haben soll. Dies soll der 76 Jahre alten Angeklagten bekannt gewesen sein.



Wichtige Hinweise

Unschuldsvermutung

Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für alle Angeklagten die Unschuldsvermutung.

Hauptverhandlung und Öffentlichkeit

Die jeweilige Hauptverhandlung dient der Klärung, ob die mit einer Anklageschrift erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht.

Die angegebenen Verhandlungstermine sind grundsätzlich öffentlich, es sei denn, das Gericht trifft zum Schutz der Privatsphäre der Beteiligten oder im Interesse jugendlicher bzw. heranwachsender Angeklagter eine andere Anordnung.

Auskünfte zu einzelnen Verfahren

Auskünfte zu einzelnen Verfahren dürfen von der Pressestelle nur gegenüber Medienvertreterinnen und Medienvertretern erteilt werden.

Berichterstattung und Teilnahme von Medien

Vor Verlesung der Anklage dürfen keine Details aus der Anklageschrift veröffentlicht werden. Es wird daher gebeten, von diesbezüglichen Anfragen abzusehen.

Aus organisatorischen und rechtlichen Gründen, insbesondere des Gleichbehandlungsgebotes, kann die Pressestelle keine inhaltliche Berichterstattung zu den Terminen bereitstellen. Medienvertreterinnen und Medienvertreter werden daher gebeten, selbst an den für sie relevanten Verhandlungen teilzunehmen. Informationen aus nichtöffentlichen Verhandlungen beschränken sich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes auf den Verfahrensstand und das Ergebnis.

Änderungen und Gewähr

Alle Terminangaben erfolgen ohne Gewähr, Änderungen, Absagen oder Verlegungen sowie die Anordnung zusätzlicher Termine sind möglich.

Foto- und Filmaufnahmen

In den Räumen des Landgerichts gilt ein grundsätzliches Foto- und Filmverbot.



Kontakt:

Richterin am Landgericht
Petra Linzer
E-Mail: lgstd-pressestelle@justiz.niedersachsen.de
Telefonnummer: 04141 107 271


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