Medieninformation - Monatsvorschau September 2026

In dieser Medieninformation finden Sie Ankündigungen der Hauptverhandlungstermine der Großen Strafkammern (alle Angaben sind ohne Gewähr!).


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Prozessvorschau September 2026


1. Große Strafkammer

AZ. 105 NBS 2/26

11.09.26, 09:30 Uhr

Die 1. Große Strafkammer verhandelt eine Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Buxtehude, durch das ein 54 Jahre alter Mann vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern freigesprochen wurde.

HINWEIS: ES MUSS MIT DEM AUSSCHLUSS DER ÖFFENTLICHKEIT GERECHNET WERDEN.

2. Große Strafkammer

AZ. 205 Kls 3/23

seit: 08.03.2024

Fortsetzung:

01.09., 08.09.,1 15.09., 22.09., 06.10., 03.11., 09.11., 17.11., 01.12., 08.12., 15.12.2026, 12.01., 19.01., 26.01., 02.02., 09.02., 16.02., 23.02., 16.03., 06.04., 20.04., 04.05., 18.05., 01.06., 15.06. und 29.06.2027, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: Buxtehude

Tatzeit: 2002

Tatvorwurf: Mord

Die 2. Große Strafkammer setzt die Hauptverhandlung wegen des Vorwurfs des Mordes im sogenannten Baggerseefall fort. Die Anklage richtete sich ursprünglich gegen vier Personen. Ihnen wird vorgeworfen, im August 2002 einen alkoholisierten Mann in die Nähe eines Baggersees in Buxtehude gelockt zu haben. Dort soll – entsprechend der gemeinsamen Planung – einer der Angeklagten dreimal mit einer Waffe auf das Opfer geschossen und es tödlich verletzt haben. Das Verfahren gegen den Schützen wurde abgetrennt und separat verhandelt (Az. 205 Kls 3/25). Die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Stade verurteilte diesen Angeklagten am 2. Oktober 2025 wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Die gegen das Urteil eingelegte Revision wurde vom Bundesgerichtshof verworfen. Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist dieses Urteil nunmehr rechtskräftig.

Die Kammer verhandelt nun noch gegen die weiteren Angeklagten.

3. Große Strafkammer

AZ. 300 Ks 3/25

08.09., 21.09., 25.09., 01.10., 06.10. und 27.10.2026, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: u.a. Buchholz i.d.N., Tostedt, Hollenstedt

Tatzeit: Oktober 2024 - August 2025

Tatvorwurf: Körperverletzung, versuchter Totschlag, tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte

Die 3. Große Strafkammer verhandelt mehrere, zu einem Verfahren verbundene Anklagen gegen einen 25 Jahre alten Mann. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, im Oktober 2024 am Bahnhof in Buchholz i.d.N. einen anderen Mann körperlich angegriffen zu haben. Dabei soll er den Geschädigten mit der Faust geschlagen und ihn getreten haben, als dieser bereits am Boden lag. Zudem wird ihm vorgeworfen, versucht zu haben, mit einem Messer gezielt in den Kopf des Geschädigten zu stechen, diesen jedoch verfehlt zu haben.

Darüber hinaus wird dem Angeklagten vorgeworfen, in der Zeit von Januar bis August 2025 in Hollenstedt, in Buchholz i.d.N. und Tostedt Polizeibeamte im Rahmen von Ingewahrsamnahmen tätlich angegriffen zu haben. Dabei soll es unter anderem zu Tritten, Bissen und weiteren körperlichen Übergriffen gekommen sein.

4. Große Strafkammer

1.

Az. 400 Ks 4/26

Seit: 13.08.2026

Fortsetzung: 01.09., 08.09., jeweils um 9:30 Uhr, 11.09., 9:00 Uhr, 14.09., 16.09., jeweils um 9:30 Uhr, 18.09., 9:00 Uhr, 26.09., 30.09. und 01.10.26, jeweils um 09:30 Uhr

Tatort: Wistedt

Tatzeit: Februar 2026

Tatvorwurf: Mord

Die 4. Große Strafkammer setzt die Hauptverhandlung gegen einen 61-jährigen Angeklagten wegen des Vorwurfs des Mordes fort. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, seinen Vater in dessen Garage überfallen, mehrfach mit einem Messer auf ihn eingestochen und ihn dadurch getötet zu haben. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft handelte der Angeklagte aus Habgier und um zu verhindern, dass sein Vater in einem anderen Strafverfahren gegen ihn als Zeuge aussagt.


2.

401 Kls 10/25

Seit 18.08.2026

Fortsetzung: 02.09. und 07.09.2026, jeweils um 09:30 Uhr

Tatort: u.a. Zeven

Tatzeit: Mai 2023 - Januar 2024

Tatvorwurf: u.a.

Die 4. Große Strafkammer setzt die Hauptverhandlung gegen eine 54 Jahre alte Angeklagte unter anderem wegen des Vorwurfs des gemeinschaftlichen und gewerbsmäßigen Betrugs fort. Sie soll in sechs Fällen gemeinsam mit einer anderen Frau in verschiedenen Fahrradgeschäften Pedelecs erworben und jeweils lediglich eine geringe Anzahlung geleistet haben. Den verbleibenden Kaufpreis sollen sie –wie von Anfang an geplant– nicht beglichen haben. Die Pedelecs sollen sie teilweise weiterveräußert und den Erlös für sich behalten haben. Darüber hinaus soll die Angeklagte in vier weiteren Fällen nach demselben Muster allein gehandelt haben. Zusätzlich wird ihr vorgeworfen, in drei weiteren Fällen in anderen Geschäften, unter anderem in einem Möbelhaus, Einrichtungsgegenstände sowie Kaffeevollautomaten erworben und diese ebenfalls nicht bezahlt zu haben.


3.

AZ. 400 Ks 2/26

Seit 11.06.2026

Fortsetzung: 03.09.26 um 15:00 Uhr

Hinweis: voraussichtlich wird die Kammer das Urteil verkünden.

Tatort: Apensen

Tatzeit: Dezember 2025

Tatvorwurf: Mord

Die 4. Große Strafkammer führt die Hauptverhandlung gegen einen 57-jährigen Mann wegen des Vorwurfs des Mordes fort. Ihm wird vorgeworfen, im Dezember 2025 seine getrenntlebende Ehefrau zu Hause aufgesucht, sie direkt nach dem Öffnen der Haustür mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt zu haben.

5. Große Strafkammer

AZ. 500 Ks 11/24

08.09., 11.09., 29.09., 01.10., 02.10., 26.10., 27.10., 28.10., 02.11., 09.11., 16.11., 23.11. und 30.11.2026, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: u.a. Geestland, Cuxhaven

Tatzeit: Februar 2016 - Oktober 2019

Tatvorwurf: gemeinschaftlicher gewerbsmäßiger Betrug, gewerbsmäßiger Verstoß gegen das Markengesetz, Steuerhinterziehung

Vor der 5. Großen Strafkammer – Wirtschaftsstrafkammer – beginnt die Hauptverhandlung gegen eine 63-jährige Angeklagte und ihren 29-jährigen Sohn. Die Anklage wirft ihnen gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrug sowie gewerbsmäßige Verstöße gegen das Markengesetz in insgesamt 352 Fällen vor. Die Angeklagten sollen über eine Online-Plattform hochpreisige, gefälschte Markenprodukte – darunter Schlüsseletuis, Sonnenbrillen und Bekleidung – verkauft haben. Dabei sollen sie unter verschiedenen Namen aufgetreten sein und den Käuferinnen und Käufern den Eindruck vermittelt haben, es handele sich um Originalware. Insgesamt sollen sie hierdurch rund 670.000 Euro erlangt haben. Darüber hinaus wird den Angeklagten vorgeworfen, gegenüber dem Finanzamt unzutreffende Angaben zu ihren Einnahmen aus diesen Verkäufen gemacht und dadurch unberechtigte Steuervorteile erlangt zu haben.

AZ. 500 KLs 5/25

15.09., 17.09., 21.09., 23.09., 25.09., 05.10., 07.10., 09.10., 30.10., 05.11. und 12.11.2026, jeweils um 09:15 Uhr

Tatort: u.a. Marxen

Tatzeit: Oktober 2020 - Dezember 2023

Tatvorwurf: gewerbsmäßiger Betrug

Vor der 5. Großen Strafkammer- Wirtschaftsstrafkammer- beginnt die Hauptverhandlung gegen eine 59 Jahre alte Frau wegen des Vorwurfs des gewerbsmäßigen Betruges in 10 Fällen. Dabei soll sie unter anderem Anlegern gegenüber vorgetäuscht haben Gelder gewinnbringend für sie anzulegen und Unternehmensinvestition für sie vorzunehmen. Tatsächlich soll sie die erhaltenen Gelder für eigene Zwecke verwendet haben. Insgesamt soll die Angeklagte dadurch Gelder von rund 833.000 € erlangt haben.




Wichtige Hinweise

Unschuldsvermutung

Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für alle Angeklagten die Unschuldsvermutung.

Hauptverhandlung und Öffentlichkeit

Die jeweilige Hauptverhandlung dient der Klärung, ob die mit einer Anklageschrift erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht.

Die angegebenen Verhandlungstermine sind grundsätzlich öffentlich, es sei denn, das Gericht trifft zum Schutz der Privatsphäre der Beteiligten oder im Interesse jugendlicher bzw. heranwachsender Angeklagter eine andere Anordnung.

Auskünfte zu einzelnen Verfahren

Auskünfte zu einzelnen Verfahren dürfen von der Pressestelle nur gegenüber Medienvertreterinnen und Medienvertretern erteilt werden.

Berichterstattung und Teilnahme von Medien

Vor Verlesung der Anklage dürfen keine Details aus der Anklageschrift veröffentlicht werden. Es wird daher gebeten, von diesbezüglichen Anfragen abzusehen.

Aus organisatorischen und rechtlichen Gründen, insbesondere des Gleichbehandlungsgebotes, kann die Pressestelle keine inhaltliche Berichterstattung zu den Terminen bereitstellen. Medienvertreterinnen und Medienvertreter werden daher gebeten, selbst an den für sie relevanten Verhandlungen teilzunehmen. Informationen aus nichtöffentlichen Verhandlungen beschränken sich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes auf den Verfahrensstand und das Ergebnis.

Änderungen und Gewähr

Alle Terminangaben erfolgen ohne Gewähr, Änderungen, Absagen oder Verlegungen sowie die Anordnung zusätzlicher Termine sind möglich.

Foto- und Filmaufnahmen

In den Räumen des Landgerichts gilt ein grundsätzliches Foto- und Filmverbot.



Kontakt:

Richterin am Landgericht
Petra Linzer
E-Mail: lgstd-pressestelle@justiz.niedersachsen.de
Telefonnummer: 04141 107 271


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